Elektroautos sind bald so preiswert wie Benziner - McKinsey Studie

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04 Sep 2018 17:46 #156991 von klausz
Elektroautos sind bald so preiswert wie Benziner - McKinsey Studie
Spätestens seit McKinsey die Bundesregierung berät (und die Bundeswehr eine ehemalige führende Mitarbeiterin von dort hatte) ist offensichtlich daß die nicht viel können. Ignorieren sollten wir es nicht komplett. Beratersprache: 'bald..'
Die Welt berichtet:
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'Daniel Wetzel Stand: 15:07 Uhr

Elektroautos sind bald so preiswert wie Benziner

Noch verkaufen sich Elektroautos zäh in Deutschland. Eine neue Studie von McKinsey prognostiziert, dass es bald zu einer Wende kommt. Vier Trends sprechen für einen baldigen Durchbruch der Elektromobilität.
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Die Vorbehalte der Käufer: hohe Anschaffungskosten, mäßige Reichweite. Doch diese Gründe fallen womöglich bald immer weniger ins Gewicht. Nach Einschätzung des Beratungsunternehmens McKinsey steht die Elektromobilität deshalb vor einem Durchbruch.

Hauptgrund: Die Gesamtbetriebskosten von E-Autos, die Anschaffung und Betriebskosten umfassen, sinken rasant. Anschaffungskosten von rund 85 Euro pro Kilowattstunde für den Batteriesatz gelten gemeinhin als die Schwelle, ab der Stromer wettbewerbsfähig zu Benzinern werden. „Diese Schwelle schien lange Zeit unerreichbar“, stellt McKinsey fest, „doch sie ist mittlerweile in greifbare Entfernung gerückt.“

Noch im Jahr 2011 lag die Kostenprognose für die Auto-Akkus für das Jahr 2025 bei 340 Euro pro Kilowattstunde. „Seitdem wird sie regelmäßig nach unten angepasst“, stellt das Team um Senior-Partner Thomas Vahlenkamp fest. „2014 wurden 210 Euro vorhergesagt, mittlerweile wird ein Unterschreiten der 85 Euro für Mitte der 2020er-Jahre erwartet.“
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Weitere Faktoren lassen einen baldigen Umstieg auf strombetriebene Fahrzeuge erwarten. Dazu gehört die größere Reichweite der neuesten Fahrzeuggeneration. Während zum Beispiel ein Nissan Leaf 2010 auf eine Reichweite von 175 Kilometern kam, schaffen Modelle wie der Renault Zoe heute schon fast 400 Kilometer am Stück.
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Investitionen in Leitungsnetze sind nötig

Steht überhaupt genug Strom zur Verfügung, um auch noch den Verkehr zu elektrifizieren? McKinsey gibt überraschend Entwarnung: Der Bedarf an Elektrizität ändere sich nur geringfügig. Eine Million Elektroautos hätten einen Bedarf von zwei bis drei Terawattstunden.

Dies entspreche lediglich 0,5 Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs, stellt McKinsey fest: „Selbst ein Anteil von 40 Prozent E-Autos am deutschen Gesamtfuhrpark, der von den meisten Analysten erst in Jahrzehnten erwartet wird, würde die Stromnachfrage nur um circa 40 Terawattstunden oder weniger als zehn Prozent erhöhen.“

Bleibt nur noch ein größerer Flaschenhals, der es der Verbreitung der Elektromobilität noch schwer machen könnte: das Leitungsnetz. Auf der Ebene der lokalen Verteilnetze könne eine steigende Anzahl an E-Autos „zu massiven Engpässen führen“, die zu beheben insgesamt einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten dürfte, warnt McKinsey.
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Dabei fällt die Belastung von Ort zu Ort höchst unterschiedlich aus. Die Analysten von McKinsey haben anhand der Familieneinkommen postleitzahlenscharf prognostiziert, wie hoch die E-Auto-Dichte vor Ort ist, wenn deutschlandweit eine Quote von 30 Prozent erreicht ist.

So werden in den Kölner Stadtteilen wie Merkenich oder Niehl weniger als 64 E-Autos pro Quadratkilometer erwartet, während es in Nippes und Ehrenstein mehr als 180 werden dürften. Im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick sollten es weniger als 64 Stromer pro Quadratkilometer werden, in Wilmersdorf und Friedrichshain jedoch ebenfalls über 180.

Wohlhabendere Orte müssen mehr in das Netz investieren

Damit ergeben sich höchst unterschiedliche Belastungen: Wohlhabende Kleinstädte wie etwa Königstein im Taunus müssen ihr Stromnetz besonders stark ausbauen, weil hier eine E-Auto-Dichte erwartet wird, die mehr als die Hälfte über dem deutschen Durchschnitt liegt. Entsprechend steigt die Spitzenlast im Stromnetz hier um 65 Prozent. In einer einkommensschwächeren Mittelstadt wie Neumünster steigt die Spitzenlast im Stromnetz durch E-Autos lediglich um 15 Prozent.
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Eine Überlastung der Leitungen droht vor allem, weil die Autos am Abend großenteils zeitgleich an die Ladestationen drängen, wenn die Haushalte ohnehin schon für Spitzenlast im Netz sorgen. Die Netzbelastung können auch die Solaranlagen in den sonnenärmeren Nachmittags- und Abendstunden nicht abfedern, heißt es im McKinsey-Papier: „Viele Verteilnetze sind auf diese Zusatzbelastung nicht vorbereitet, ein entsprechender Ausbau wäre aufwendig und teuer.“
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Eine Lösung wäre, das Ladeverhalten in einem lokalen Stromnetz über die Nacht hinweg digital zu koordinieren, sodass einige Autos früh, andere erst spät in der Nacht mit Strom versorgt werden. Doch es gebe bislang „nur wenig belastbare Aussagen, wie die Lastspitzen von E-Autos gemanagt werden sollen“, warnen die McKinsey-Autoren und verweisen auf die Probleme im Musterland der Elektromobilität: Norwegen.
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In der Hauptstadt Oslo liegt der Anteil der E-Autos an jährlichen Neuzulassungen bereits bei 40 Prozent. Inzwischen stehen 50.000 E-Autos und 30.000 Hybrid-Autos an lediglich 1300 kommunalen Ladestationen Schlange. „Deshalb raten mittlerweile sogar Verbraucherorganisationen nur zum Kauf eines E-Fahrzeugs, wenn zu Hause Lademöglichkeiten bestehen“, berichten die Studienautoren. „Das Beispiel macht deutlich, wie schnell ein ungeplanter Anstieg von E-Autos eine nationale Versorgungsinfrastruktur an ihre Grenzen bringen kann.“

www.welt.de/wirtschaft/article181418322/...sind-bald-so-preiswert-wie-Benziner.html

140-160km pro Akkuladung, und wie erreichen wir das?
Gemäß dem Motto: "Es ist mir egal ob die Katze schwarz oder weiß ist, Hauptsache sie fängt Mäuse." DENG
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04 Sep 2018 19:07 #156992 von Pfälzer68
Elektroautos sind bald so preiswert wie Benziner - McKinsey Studie
Hi.
Buhu.. es wird "Nacht" in Deutschland... der Blackout kommt...

Wie oft soll das eigentlich noch von " Experten" durchgekaut werden?
3-11 kW Ladeleistung für den geplagten Berufspendler der ja immer um 22.00 erst vom 3.Job zurückkommt und um 5.30 wieder seine 234 km einfach pendelt... ja das funzt natürlich nie... aber die große Masse verhält sich eben nicht so, für die reicht das.

Das die Netze auch aus ganz anderen Gründen sowieso ausgebaut werden müssen ( so es uns wirklich ernst ist mit dem Klimawandelabfedern.. stop will ich garnicht mehr sagen ) wird immer wieder übersehen oder verschwiegen. Wärmepumpen ziehen wieviel Strom nochmal?

Diese Beratertypen sind der eigentliche Untergang des Abendlandes... ausser Neoliberalem Gewäsch kommt doch da nix, und dieser "Uiuiui" Bedenkenträgermüll ist an wen adressiert?

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04 Sep 2018 21:33 #157005 von BinKino
Elektroautos sind bald so preiswert wie Benziner - McKinsey Studie
Warum so umständlich.
Einfach die Verpenner teurer, und die E-Mobile sind plötzlich preislich auch viel interessanter. :silly:
Also ein Doppel-win.win - für die Industrie.
man muss es den Leuten nur schmackhaft verpacken :laugh:

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04 Sep 2018 21:44 #157007 von TwizyChrisy
Elektroautos sind bald so preiswert wie Benziner - McKinsey Studie

Pfälzer68 schrieb:
Diese Beratertypen sind der eigentliche Untergang des Abendlandes... ausser Neoliberalem Gewäsch kommt doch da nix, und dieser "Uiuiui" Bedenkenträgermüll ist an wen adressiert?


Gesponsort von den Netzbetreibern sowie deren Lieferanten, adressiert an die Regierung, die die Gelder locker machen soll.

Ganz normales Lobbying wie immer.

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